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Größeres Gehirn macht Menschen doch nicht intelligenter

© fotolia/Sergey Nivens

Wien. (apa/reu/est) Liegt der Erfolg des modernen Menschen an der Größe seines Gehirns? Diese Frage beschäftigt die Forschung seit mehr als einem Jahrhundert. Ein internationales Team unter der Leitung der Universität Wien legt nahe, dass die Antwort nein ist: Ein großes Gehirn garantiert nicht unbedingt höhere Intelligenz. In einer Analyse der Daten aus 88 Studien mit 8000 Testpersonen stellten die Psychologen nur einen schwachen Zusammenhang zwischen Gehirngröße und Intelligenzquotient (IQ) fest. Sie berichten daüber im Fachjournal "Neuroscience and Biobehaviorial Reviews".

In einer 1836 in den "Philosophical Transactions" publizierten Arbeit unterbreitete der deutsche Physiologe Friedrich Tiedemann die Theorie, dass "zweifelsohne eine Verbindung zwischen der absoluten Größe des Gehirns und den intellektuellen Fähigkeiten und Funktionen" bestünde. Die Forscher haben die These nun mit Hilfe von bildgebenden Verfahren überprüft und die Abbildungen mit den Resultaten von IQ-Tests verglichen. Fazit: Der Zusammenhang "wurde bis dato überschätzt", sagt Jakob Pietschnig vom Institut für Angewandte Psychologie der Universität Wien.

Pietschnig und seine Kollegen Michael Zeiler und Martin Voracek von der Uni Wien betonen, dass die Größe des Gehirns für Leistungen bei IQ-Tests nur eine untergeordnete Rolle spielt. Entscheidend sei vielmehr die Struktur des Gehirns, also "der Aufbau von Kortex, Mittelhirn und Kleinhirn. Außerdem spielt eine große Rolle, dass weiße und graue Gehirnmasse integer sind, in dem Sinne, dass sie optimal zusammenhängen. Das ist viel wichtiger, als dass es besonders viel davon gibt", betont Pietschnig.

 

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Quelle: www.wienerzeitung.at (14.10.2015)


Linkshänder: Männer öfter im Winter geboren

Psychologen der Universität Wien haben indirekt einen hormonellen Mechanismus bestätigt, der offenbar Linkshändigkeit bei Männern begünstigt

Ein Geburtsdatum im November, Dezember oder Jänner begünstigt bei Männern Linkshändigkeit. Während die genetischen Grundlagen der Händigkeit nach wie vor nicht vollständig geklärt sind, haben Forscher der Fakultät für Psychologie der Universität Wien nun indirekt einen hormonellen Mechanismus bestätigt, der offenbar Linkshändigkeit bei Männern begünstigt. Psychologen um Ulrich Tran von der Universität Wien publizieren dazu aktuell in der Fachzeitschrift "Cortex".

Viele Tätigkeiten und Handgriffe des täglichen Lebens sind für Rechtshänder optimiert. Etwa 90 Prozent der Bevölkerung ist rechtshändig, lediglich etwa 10% sind Linkshänder. Die Studie von Ulrich Tran, Stefan Stieger und Martin Voracek umfasste zwei große unabhängige Stichproben mit insgesamt fast 13.000 erwachsenen TeilnehmerInnen aus Österreich und Deutschland.

Genetische Basis

 Durch die Verwendung zweier Stichproben konnte, wie in modernen genetischen Studien, die Wiederholbarkeit und damit Robustheit des untersuchten Effektes innerhalb derselben Studie gleich mit überprüft werden. Insgesamt waren 7,5 Prozent der Frauen und 8,8 Prozent der Männer Linkshänder. "Erstaunlich war, dass dieses Ungleichgewicht durch einen Geburtsüberschuss männlicher Linkshänder speziell in den Monaten November, Dezember und Jänner zustande kam. Während im monatlichen Schnitt 8,2 Prozent der linkshändigen Männer in den Monaten Februar bis Oktober geborenen wurden, lag dieser Anteil für die Monate November bis Jänner bei 10,5 Prozent", erklärt Ulrich Tran, Erstautor der Studie.

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Quelle: derstandard.at (01.07.2015)


 

Menschen werden laut IQ-Tests seit 100 Jahren klüger

© Igor Kisselev

Bei Intelligenztests kommen Testpersonen auf immer mehr Punkte. Zwei Wiener Psychologen haben eine etwas andere Erklärung dafür

Wien - Intelligenztests sind alles andere als unumstritten. Denn der gängige Intelligenzquotient - normiert auf die durchschnittliche Soll-Leistung von 100 Punkten - basiert nur auf bestimmten Fähigkeiten. Viele Psychologen und Neurowissenschafter halten dieses Maß der Intelligenz für zu wenig differenziert, um das komplexe Phänomen wirklich zu erfassen. Zudem unterliegt der ermittelte IQ etwa in der Pubertät starken Schwankungen.

Nichtsdestotrotz gelten die in IQ-Tests erreichten Werte als Anhaltspunkt dafür, wie intelligent eine Person ist. Die Tests werden dabei ständig angepasst und verbessert. Außerdem haben sich die Ergebnisse im Laufe der Zeit stetig verbessert, wie die Psychologen Jakob Pietschnig und Martin Voracek von der Universität Wien in der Fachzeitschrift "Perspectives on Psychological Science" berichten:

Anhand der Daten von nahezu vier Millionen Personen aus 31 Ländern beobachteten sie Zuwächse von rund drei IQ-Punkten weltweit pro Jahrzehnt über einen Zeitraum von 1909 bis 2013. Diese Zuwächse zeigten sich sowohl für schlussfolgerndes Denken als auch - obwohl in geringerem Ausmaß - für Wissen.

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Quelle: derstandard.at (01.06.2015)

Bei Intelligenztests kommen Testpersonen auf immer mehr Punkte. Zwei Wiener Psychologen haben eine etwas andere Erklärung dafür Wien - Intelligenztests sind alles andere als unumstritten. Denn der gängige Intelligenzquotient - normiert auf die durchschnittliche Soll-Leistung von 100 Punkten - basiert nur auf bestimmten Fähigkeiten. Viele Psychologen und Neurowissenschafter halten dieses Maß der Intelligenz für zu wenig differenziert, um das komplexe Phänomen wirklich zu erfassen. Zudem unterliegt der ermittelte IQ etwa in der Pubertät starken Schwankungen. Nichtsdestotrotz gelten die in IQ-Tests erreichten Werte als Anhaltspunkt dafür, wie intelligent eine Person ist. Die Tests werden dabei ständig angepasst und verbessert. Außerdem haben sich die Ergebnisse im Laufe der Zeit stetig verbessert, wie die Psychologen Jakob Pietschnig und Martin Voracek von der Universität Wien in der Fachzeitschrift "Perspectives on Psychological Science" berichten: Anhand der Daten von nahezu vier Millionen Personen aus 31 Ländern beobachteten sie Zuwächse von rund drei IQ-Punkten weltweit pro Jahrzehnt über einen Zeitraum von 1909 bis 2013. Diese Zuwächse zeigten sich sowohl für schlussfolgerndes Denken als auch - obwohl in geringerem Ausmaß - für Wissen. Erklärung für den "Flynn-Effekt" Die Wiener Forscher waren damit nicht die Ersten, die dieses Phänomen in einer sogenannten Metaanalyse beobachteten. Seit der ersten systematischen Beschreibung von IQ-Testleistungszuwächsen der Allgemeinbevölkerung in den USA vor mehr als 30 Jahren beschäftigt dieses Phänomen Intelligenzforscher weltweit. Die Ursachen und der Verlauf dieser mittlerweile als "Flynn-Effekt" bekannten Erscheinung sind unter Wissenschaftern freilich umstritten: Gemeinhin werden eine bessere Ernährung und eine bessere Bildung dafür verantwortlich gemacht. - derstandard.at/2000016772788/Menschen-werden-laut-IQ-Tests-seit-100-Jahren-klueger

Bei Intelligenztests kommen Testpersonen auf immer mehr Punkte. Zwei Wiener Psychologen haben eine etwas andere Erklärung dafür Wien - Intelligenztests sind alles andere als unumstritten. Denn der gängige Intelligenzquotient - normiert auf die durchschnittliche Soll-Leistung von 100 Punkten - basiert nur auf bestimmten Fähigkeiten. Viele Psychologen und Neurowissenschafter halten dieses Maß der Intelligenz für zu wenig differenziert, um das komplexe Phänomen wirklich zu erfassen. Zudem unterliegt der ermittelte IQ etwa in der Pubertät starken Schwankungen. Nichtsdestotrotz gelten die in IQ-Tests erreichten Werte als Anhaltspunkt dafür, wie intelligent eine Person ist. Die Tests werden dabei ständig angepasst und verbessert. Außerdem haben sich die Ergebnisse im Laufe der Zeit stetig verbessert, wie die Psychologen Jakob Pietschnig und Martin Voracek von der Universität Wien in der Fachzeitschrift "Perspectives on Psychological Science" berichten: Anhand der Daten von nahezu vier Millionen Personen aus 31 Ländern beobachteten sie Zuwächse von rund drei IQ-Punkten weltweit pro Jahrzehnt über einen Zeitraum von 1909 bis 2013. Diese Zuwächse zeigten sich sowohl für schlussfolgerndes Denken als auch - obwohl in geringerem Ausmaß - für Wissen. Erklärung für den "Flynn-Effekt" Die Wiener Forscher waren damit nicht die Ersten, die dieses Phänomen in einer sogenannten Metaanalyse beobachteten. Seit der ersten systematischen Beschreibung von IQ-Testleistungszuwächsen der Allgemeinbevölkerung in den USA vor mehr als 30 Jahren beschäftigt dieses Phänomen Intelligenzforscher weltweit. Die Ursachen und der Verlauf dieser mittlerweile als "Flynn-Effekt" bekannten Erscheinung sind unter Wissenschaftern freilich umstritten: Gemeinhin werden eine bessere Ernährung und eine bessere Bildung dafür verantwortlich gemacht. - derstandard.at/2000016772788/Menschen-werden-laut-IQ-Tests-seit-100-Jahren-kluegerBei Intelligenztests kommen Testpersonen auf immer mehr Punkte. Zwei Wiener Psychologen haben eine etwas andere Erklärung dafür Wien - Intelligenztests sind alles andere als unumstritten. Denn der gängige Intelligenzquotient - normiert auf die durchschnittliche Soll-Leistung von 100 Punkten - basiert nur auf bestimmten Fähigkeiten. Viele Psychologen und Neurowissenschafter halten dieses Maß der Intelligenz für zu wenig differenziert, um das komplexe Phänomen wirklich zu erfassen. Zudem unterliegt der ermittelte IQ etwa in der Pubertät starken Schwankungen. Nichtsdestotrotz gelten die in IQ-Tests erreichten Werte als Anhaltspunkt dafür, wie intelligent eine Person ist. Die Tests werden dabei ständig angepasst und verbessert. Außerdem haben sich die Ergebnisse im Laufe der Zeit stetig verbessert, wie die Psychologen Jakob Pietschnig und Martin Voracek von der Universität Wien in der Fachzeitschrift "Perspectives on Psychological Science" berichten: Anhand der Daten von nahezu vier Millionen Personen aus 31 Ländern beobachteten sie Zuwächse von rund drei IQ-Punkten weltweit pro Jahrzehnt über einen Zeitraum von 1909 bis 2013. Diese Zuwächse zeigten sich sowohl für schlussfolgerndes Denken als auch - obwohl in geringerem Ausmaß - für Wissen. Erklärung für den "Flynn-Effekt" Die Wiener Forscher waren damit nicht die Ersten, die dieses Phänomen in einer sogenannten Metaanalyse beobachteten. Seit der ersten systematischen Beschreibung von IQ-Testleistungszuwächsen der Allgemeinbevölkerung in den USA vor mehr als 30 Jahren beschäftigt dieses Phänomen Intelligenzforscher weltweit. Die Ursachen und der Verlauf dieser mittlerweile als "Flynn-Effekt" bekannten Erscheinung sind unter Wissenschaftern freilich umstritten: Gemeinhin werden eine bessere Ernährung und eine bessere Bildung dafür verantwortlich gemacht. - derstandard.at/2000016772788/Menschen-werden-laut-IQ-Tests-seit-100-Jahren-klueger


 

You are what you drive? Study shows people tend to drive cars that resemble their own faces

People tend to buy cars whose grilles and headlights resemble their own faces, according to a new study by two Austrian researchers.

Many studies have been done to show that people see cars' fronts like human faces and assign them personalities based on these "faces." However, a new study by psychologists Stefan Stiegar and Martin Voracek of the University of Vienna takes things a step further and says that people also tend to buy cars that look like they do.

The study, titled "Not only dogs resemble their owners, cars do, too" and printed in the Swiss Journal of Psychology, was built around black-and-white photos of 30 people and their cars. The researchers made sure only to use cars that the owners had somehow selected themselves, rather than cars received as gifts, prizes or through inheritance.

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Quelle: www.ctvnews.ca


 

Warum Nutzer Facebook verlassen

© dpa/Jansen

Vor allem in westlichen Ländern kehren Nutzer mitunter der Sozialen Plattform Facebook den Rücken. Eine neue Studie hat jetzt untersucht, warum sie ihr Profil löschen. Das Hauptmotiv: Datenschutzbedenken.

 

Die Facebook-Aktie ist mit knapp über 45 Dollar im Moment mehr wert als je zuvor. Auch die Zahl der weltweiten Nutzer verzeichnete wieder einen Zuwachs. Dennoch melden diverse Statistiken, dass die Nutzerzahlen in einzelnen Ländern zurückgehen.

Datenschutz, Internetsucht und Kommunikationszwang

Die Gründe dafür hat ein Team um Stefan Stieger von der Universität Wien erhoben. Dafür befragten die Forscher 310 ehemalige und 321 aktive Facebook-Nutzer, führten Persönlichkeitstests durch und untersuchten das Ausmaß einer möglichen Internetsucht.

Das Hauptaugenmerk galt den ehemaligen Nutzern. Sie wurden unter anderem gefragt, warum sie sich entschlossen hatten, nicht länger ein Teil des Sozialen Netzwerks zu sein. Die Gründe lassen sich in vier Hauptkategorien einteilen: Datenschutzbedenken (48 Prozent), Unzufriedenheit mit Facebook (13,5 Prozent), negative Aspekte von Facebook-Freundschaften (12,6 Prozent) und Angst vor Abhängigkeit (sechs Prozent).

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Quelle: http://science.orf.at


 

Den "Mozart-Effekt" gibt es nicht

© dpa/dpaweb/A9999/Andy Bernhaut

Seit seiner "Entdeckung" 1993 gilt er als umstritten: der "Mozart-Effekt", wonach das Hören von Musik Mozarts intelligenzsteigernde Effekte habe. Nach der bisher größten Meta-Analyse bezeichnen ihn nun Wiener Psychologen als Mythos.

Ein Forschungsteam um Jakob Pietschnig vom Institut für Psychologische Grundlagenforschung der Uni Wien hat dazu 39 bisher durchgeführte Studien zu diesem Thema mit mehr als 3.000 Testpersonen untersucht.

Dabei ließ sich kein musikspezifischer Effekt auf das Raumvorstellungsvermögen nachweisen, teilte die Hochschule am Dienstag in einer Aussendung mit.

Umstritten seit 1993

1993 hatte die US-Psychologin Frances H. Rauscher im Fachmagazin "Nature" eine Arbeit über verbesserte Leistungen bei Intelligenztests nach dem Hören von Mozarts Musik publiziert. Demnach habe das Hören der 1781 von Mozart komponierten Sonate für zwei Klaviere in D-Dur (KV 448) kurzfristig leistungssteigernde Wirkungen auf die Raumvorstellung.

Der wissenschaftliche Artikel fand enormen Anklang: Mozarts Musik wurde als Wundermittel zur Steigerung des IQ von Kindern gefeiert. Einzelne US-Bundesstaaten veranlassten, dass jede Mutter eines Neugeborenen eine Klassik-CD kostenlos erhält. Mit dem Namen "Mozart-Effekt", den sich später Trittbrettfahrer sogar patentieren ließen, ließen sich trefflich Geschäfte machen.

Jedenfalls hat Rauschers Studie dazu geführt, dass von Wissenschaftlern unterschiedlichster Fachgebiete die Wirkung von Musik auf Mensch und Tier untersucht wurden - mit unterschiedlichsten Ergebnissen.

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Quelle: http://science.orf.at/

 

 

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